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Ein guter Tag für Taiwans Demokratie   guter beitrag schlechter beitrag
Saiber
23-mär-08
Taiwan hat gewaehlt. Weg von Chens Doktrin der Spaltung und zu zur Annaeherung an das Festland.
Man wird sicherlich noch viele Ueberraschungen erleben in den naechsten Jahren zwischen Taiwan und das Festland..

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3209429,00.html
 
 
aw: Ein guter Tag für Taiwans Demokratie   guter beitrag schlechter beitrag
yanggui
04-apr-08
wäre es ein schlechter tag für taiwans demokratie gewesen, wenn das wahlergebnis anders ausgefallen wäre? natürlich nicht!!!

das gute ist doch, dass solche wahlen stattfinden, einigermaßen vernünftig ablaufen und dass das ergebnis akzeptiert wird, kurzum, dass es diese demokratie überhaupt gibt und die leute sich entscheiden können.

da gibt es andere teile chinas, in denen es diesbezüglich doch deutlich trostloser aussieht.
 
 
aw: Ein guter Tag für Taiwans Demokratie   guter beitrag schlechter beitrag
Saiber
05-apr-08
Ich gebe dir da bedingt recht. In Hong Kong sieht man mit neidischen Augen auf Taiwan.

In China gesamt ist ein solches Vorhaben abgesehen von organisatorischen ein gewaltiges Vorhaben, welches nur unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren kann.

Dies nur mal generell.

Aber was hat die Bevoelkerung Taiwan bewogen diesmal anders zu waehlen?
Wie wurden sie umgestimmt? Und warum? Und wissen sie um die Konsequenzen ihrer Wahl?
 
 
aw: Ein guter Tag für Taiwans Demokratie   guter beitrag schlechter beitrag
yanggui
07-apr-08
na ja. es werden wohl wirtschaftliche gründe sein, die tatsache, dass xie nun wirklich kein großer charismatiker ist, (ma kommt sicher besser rüber) wird eine rolle spielen und schließlich noch eine gewisse korruptionsproblematik und diesbezügliche imagekratzer bei xie.

ich glaube nicht, dass die wahl ein votum für einen etwaigen anschluss an china ist. selbst wenn sicherlich der wunsch nach leiseren tönen und etwas mehr zurückhaltung bei reizthemen vorhanden ist. dies vermutlich einfach deshalb, um ökonomische nachteile zu vermeiden

dramatische konsequenzen sehe ich übrigens kaum. es mag ja demnächst dann direktflüge geben, oder reisemöglichkeiten in richtung taiwan oder ein verstärkter direkter austausch. aber dass wird nichts daran ändern, dass sich in taiwan - auch bei den größten vereinigungsromantikern - kaum einer für einen zusammenschluß unter derzeit denkbaren systembedingungen erwärmen wird. das modell "zwei systeme" entfaltet in hongkong ja nun auch nicht die ganz große anziehungskraft
 
 
aw: Ein guter Tag für Taiwans Demokratie   guter beitrag schlechter beitrag
Saiber
24-mai-08
\"das modell \"zwei systeme\" entfaltet in hongkong ja nun auch nicht die ganz große anziehungskraft\"

Wie ist das zu verstehen? War es in Hongkong anders?
 
 
aw: Ein guter Tag für Taiwans Demokratie   guter beitrag schlechter beitrag
yanggui
29-mai-08
gemeint ist, dass bei unbestreitbaren positiven aspekten in hongkong, das häufige rumgewürg dort und die teilweise dann doch wenig subtile einflussnahme der zentralregierung, dieses modell für die taiwanesische bevölkerung wenig reizvoll erscheinen lässt, im vergleich zu dem, was sie jetzt haben
 
 
aw: Ein guter Tag für Taiwans Demokratie   guter beitrag schlechter beitrag
Saiber
02-jun-08
Das verlangt auch keiner soweit ich informiert bin. Taiwan sollte so bleiben wie es ist in seiner politischen Form und koennte sogar bei einer Annaeherung als Spiegelbild dienen fuer das Festland.
In Hongkong wird innerhalb den naechsten Jahren das politische Bewusstsein der Bevoelkerung getrimmt, welches unter der Kolonialzeit der Briten kaum vorhanden war. Dann wird die Zeit auch kommen, wo man den CEO direkt waehlen wird. Vorbereitungen finden heute schon statt.
Das die Zentralregierung sich da hin und wieder einmischt ist, dass sie sich sich nicht hintergangen fuehlen will, denn wenn es zu einer politischen Wahl kommen soll fuer die Bevoelkerung, dann sollen auch Vertreter der Kommi Party zur Auswahl stehen und da will man auch bei der pol. Erziehung ein Woertchen mitreden. Business as usual und in allen gesellschaftsbereichen.

Das rumgewuerge in Hong Kong findet auch nur deshalb statt dass viel zu viel diskutiert und Kompromisse eingegangen wird. Ist das nicht die Natur einer demokratischen Gesellschaftsform?
 
 
aw: Ein guter Tag für Taiwans Demokratie   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz (Gast)
14-aug-08
... kann zur Thematik selber nit viel sagen.

Dem Wort "Kompromiss" haftet leider immer die mitschwingende Nebenbedeutung "faul" an.

Sind beide Parteien unwillig wird sie jeweils den Part den sie nicht will auf dem Weg zu einem Kompromiss als faul verstehen. Ergebnis: Kein Ergebnis, weil kein Kompromiss !

Ein Kompromiss sollte eher als das verstanden werden, was eben moeglich und machbar war. Ein kleinschrittigerer Weg den IMMERHIN ALLE der Beteiligten GEMEINSAM gehen koennen.

Karl Popper oder auch 'mal hier gucken: http://en.wikipedia.org/wiki/Social_engineering_(political_science)

(gegen Entwicklungsdiktatur hab' ich erstmal nix, Demokratie braucht es nicht unbedingt, um ein Land zu entwickeln. Demokratie kann aber helfen gesellschaftlich divergierende Interessen besser auszugleichen, da die Interessen der Minderheit Beruecksichtigung findet, ohne das die Mehrheit in ihrem uebergeordneten Interesse uebermaessig gestoert wuerde)
 
 
(thread closed)

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